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P.Bauer

Martin Buber zum  125. Geburtstag

a) Ich hab noch eine Weile zu reisen, wie lang zu wissen ist nicht not

b) Ich kann nur jenen Mut rühmen,der Gleichmut ist, kein Krampf, kein Schwall, keine List.


 

„Die Welt, dieman erfahren kann, die Welt des Gebrauchens, der Taktik, des Wollens, Beobachtens und Experimentierens, die Welt der Zwecke, der Propaganda und Reklame, der Apparate, der Gewalt, die Welt der Dinge, die uns gegenüberstehen und einzeln für sich sind, unverbunden mit uns, da wir sie nur erfahren, nicht aber ihnen begegnen, das ist die Welt des Grundwortes Ich-Es. In dieser Welt wird gearbeitet, verhandelt, beeinflusst, unternommen, organisiert.

Das Grundwort Ich-Du aber stiftet die Welt der Beziehung, des Gesprächs, der Teilnahme, der Begegnung, der Gemeinschaft, des Menschlichen. Ich-Du, das heißt: Zwiesprache, Dialog. Das Leben, die Welt als Dialog, das dialogische Prinzip der menschlichen Existenz. Alles, was existiert, existiert für Buber als Wort und Sprache. Wer die Ohren auftut, hört die wie auch immer geartete Sprache der Welt; wer das Herz öffnet, kann die Worte aufnehmen und in Beziehung treten. Vor allem aber die Welt des Menschen besteht aus Sprache. Zwiesprache, Rede und Antwort, aus Hinhören und lauschendem Schweigen. Wo kein Dialog ist unter den Menschen - und mag er in mitteilendem Schweigen bestehen - da ist nichts Menschliches. (...)

Begegnung von Mensch zu Mensch aber bedeutet: Neubegründung der menschlichen Gemeinschaft im Gespräch. Über einer solchen Gemeinschaft könnte geschrieben stehen: Du sollst dich nicht vorenthalten, du sollst dich nicht verschließen vor der Welt und den Menschen, du sollst dich nicht zurückziehen".

Paul Schallück, in: Zink, S. 51

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