Zehn Tage lang die islamische Kultur erkundet
Limburg.Von einer eindrucksvollen Bildungsreise ins muslimische Marokko kehrten jetzt 26 Mitglieder und Freunde der Gesellschaft
für christlich-jüdische Zusammenarbeit aus dem Raum Limburg zurück. Die von der geschäftsführenden Vorsitzenden Christa Pullmann
aus Runkel organisierte Exkursion stand im Zeichen der BegegÂnung mit der islamischen und jüdischen Kultur, wie es in einer Mitteilung heißt.
Von Casablanca, der pulsieÂrenden Wirtschaftsmetropole an der Atlantik-Küste mit mehr als vier Millionen Einwohnern, ging es in zehn
Tagen mit dem Bus kreuz und quer durch den rund 460000 Quadratkilometer großen Staat, dessen 27 Millionen Einwohner zu 99
Prozent Muslime sind. In der sicheren Obhut ihres marokkanischen Reiseführers besuchte die Gruppe das Labyrinth von verÂwinkelten Gassen der mittelalÂterlich anmutenden Altstadt von Fes, mit Hunderten Läden
Auf der Fahrt durch die Hochebenen des Mittleren und Hohen Atlas hatten die TeilÂnehmer der Bildungsreise imÂmer wieder Gelegenheit, die einfachen Lehm-Behausungen in den Wehrdörfern der Berber kennen zu lernen.
Im Mittelpunkt der Reise standen die für die historische Entwicklung des Landes wichtigen vier „Königsstädte" Marokkos - Fes,
Marrakesch, Meknes und Rabat - mit ihren berühmten Plätzen, Moscheen, Palästen und prunkvollen Torbögen. In der Medina von
Meknes erinnerte das alte Judenviertel an das historisch gute Verhältnis zwischen dem Judentum und dem Islam: Obwohl die Juden in
der Bevölkerung des Landes heute nur noch gerade einmal 0,2 Prozent ausmachen, gilt Marokko als Modell jüdisch-muslimischer Lebensgemeinschaft.
Beeindruckt waren die ReiseÂteilnehmer nicht zuletzt von den einzigartigen Naturlandschaften: den Oasen-Tälern, den ausgedehnten
Steinwüsten und dem gewaltigen Sanddünen-Berg Erg Chebbi in der westlichen Sahara sowie den Pass-Straßen über den Hohen Altlas mit seinen schneebeÂdeckten Viertausendern, (ws)
01.11.02
NNP
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