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P.Bauer

Toleranz

In stiller Trauer                                                Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen       ( Isaak Asimov )

Lasst uns die Toleranz nicht zu Grabe tragen!


Wir setzen uns ein für Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiede.

Wir wollen erinnern an die Ursprünge und Zusammenhänge von Judentum und Christentum.

Wir wollen Selbstbesinnung in den christlichen Kirchen fördern hinsichtlich der theologisch begründeten und geschichtlich verbreiteten Judenverachtung und Judenfeindschaft.

Wir setzen uns ein für die Bewahrung der noch erhaltenen vielfältigen Zeugnisse jüdischer Geschichte.

 

Wir wenden uns gegen alle Formen der Judenfeindschaft, religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus.

Wir sind gegen jeden Rechtsextremismus und jede Menschenverachtung, gegen Intoleranz und Fanatismus.

Unsere Prinzipien

Die im Deutschen Koordinierungsrat zusammengefaßten Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland setzen sich ein für das geschwisterliche Miteinander aller Menschen ohne Unterschiede der Rasse, des Glaubens oder der Herkunft.

Gemäß dieser Zielsetzung gilt die Arbeit der Gesellschaften bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiedlichkeiten besonders dem Verhältnis zwischen Christen und Juden, das für viele Mitglieder durch den gemeinsamen Glauben an den Gott der Offenbarung gekennzeichnet ist. Offen für Menschen auch anderer Weltanschauungen treten sie ein für eine aktive Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden sowie für die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zum Staat Israel.

Weltanschaulicher Fanatismus, religiöse Intoleranz, Rassendiskriminierung, soziale Unterdrückung, politische Unduldsamkeit und nationale Überheblichkeit gefährden die moralische und physische Existenz einzelner wie auch ganzer Gruppen von Völkern. Diesen Gefahren muß gleichermaßen im privaten Bereich wie auch in der Öffentlichkeit begegnet werden.

Im Aufzeigen dieser Zusammenhänge und dem Vermitteln notwendiger Informationen verstehen die Gesellschaften für Christlich-Jüdische zusammenarbeit ihre Aufgabe als eine Forderung der Humanität und in besonderem Maße als einen erzieherischen und politischen Auftrag. Im Auftreten gegen Benachteiligung und Unterdrückung wissen sie sich allen religiösen, sozialen und politischen Kräften mit gleicher Zielsetzung verbunden.

Christen fühlen sich in besonderer Weise verantwortlich für das Leid, das von Deutschen über das jüdische Volk gebracht wurde, da der christliche Antijudaismus, der bereits im Neuen Testament sichtbar wird, eine Wurzel des Antisemitismus der Neuzeit ist.

Als Christen und Juden vertrauen wir gemeinsam dem Gott der Verheißung. Daher hat ein jeder von seinem Bekenntnis her eine uns verbindende Verpflichtung. Wir Christen sind gemeint, wenn es im Neuen Testament heißt: »Worauf wollt ihr euch etwas einbilden? Nicht ihr tragt die Wurzel, sondern die Wurzel trägt euch« (Römer 11,18b)

Christen und Juden berufen sich gemeinsam auf die Hebräische Bibel, deshalb gilt auch für beide das Gebot: »Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen ..., denn du sollst gedenken, daß du Knecht in Ägypten gewesen bist, und der Herr, dein Gott, dich von dort erlöst hat.« (5. Mose 24,17-18)

Im Sinne dieser Präambel versteht sich die Gesellschaft für Christlich-Jüdische zusammenarbeit Limburg als weiteres Glied im Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften in Deutschland.

EINE HEILIGE VERPFLICHTUNG

Eine jüdische Erklärung über Christen und Christentum

Deutscher KoordinierungsRat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Internationaler Rat der Christen und Juden (ICCJ) Stellungnahme zum Nahost-Konflikt

Stellungnahmen der christlichen Kirchen  2002

Evangelische Kirche im Rheinland

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