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P.Bauer

285.000 Holocaust-Überlebende. 20 Prozent davon in materieller Not

 Zum Holocaustgedenktag, der in diesem Jahr in Israel am 29.4. begangen wurde, veröffentlichte die Zeitung Haaretz einen Überblick zur Situation der Holocaustüberlebenden in Israel. 45 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre in Israel, 285.000 Menschen, sind Holocaustüberlebende. Davon befin­den sich 20 Prozent unter der Armutsgrenze und sind auf Hilfe von außen angewiesen. Die Holocaustüberlebenden benötigen mehr Geld als Gleichaltrige, weil sich zahlreiche Gebrechen erst mit erhöhtem Alter einstellen. Die meisten der Überleben­den sind heute um die 80.

54.000 der Überlebenden sind als Invalide verschiedenen Grades eingestuft. Sie benötigen besondere Pflege und be­finden sich teilweise in Anstalten. 110.000 der Überlebenden bekommen aufgrund des Wiedergutmachungsabkommen regelmäßige Renten von der Bundesrepublik Deutschland, in der Regel zwischen 300 und 400 Euro monatlich. Besser gestellt sind an die 50.000 Überlebende, die eine Rente von der israelischen Nationalversicherung beziehen, in der Regel in einer Höhe von 800 Euro. Die meisten anderen beziehen Renten aus Arbeitsverhältnissen in der Regel 100 bis 150 Euro. Die meisten Überlebenden haben ihre Ausbildung nicht abschließen können. Nur 23 Prozent der ehemaligen Ghetto­bewohner und 14 Prozent der ehemaligen KZ-Insassen haben eine abgeschlossene höhere Schulbildung im Gegensatz zu 36 Prozent ihrer Altersgenossen, die nicht den Holocaust erlebt haben.

 

 Michael Krupp, Jerusalem                                                                                                                                                               Info M.-Buber-Haus, Heppenheim

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