Religiöse Praxis in Israel
Das Institut Guttmann für angewandte Sozialforschung kam anlaßlich einer Meinungsumfrage über die religiöse Praxis in Israel zu überraschenden Ergebnissen. Einige dieser, die uns auch überrascht haben, wollen
wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Die israelischen Juden definieren sich:
- als streng die religiösen Vorschriften beachtend: 14 Prozent
- im großen und ganzen religiös: 24 Prozent
- genügend religiös: 40 Prozent
- nicht religiös: 20 Prozent
Eine Mesusa an der Tür ihrer Wohnung haben ungefähr 98 Prozent
Jom Kippur fasten 71 Prozent
78 Prozent nehmen an einem Sederabend zu Pessach teil
Die Chanukkakerzen zünden 72 Prozent an
91 Prozent halten die Gesetze des Trauerns für wichtig
92 Prozent lassen ihre Söhne beschneiden
83 Prozent der Söhne haben Bar Mizwa
87 Prozent heiraten nach religiösem Ritus
90 Prozent halten teilweise die Kaschrutregel
66 Prozent halten die Kaschrutregel streng ein
66 Prozent feiern den Schabbat nach einer mehr oder weniger rituellen Form
50 Prozent halten Freitag abend einen Kiddusch
50 Prozent können mit Sidur (Gebetsbuch) beten
45 Prozent gehen Samstag früh in die Synagoge, davon 23 Prozent regelmäßig und 22 Prozent gelegentlich
25 Prozent legen regelmäßig Tefillin (Gebetsriemen)
22 Prozent der Männer bedecken den Kopfständig
16 Prozent der Frauen besuchen die Mikwe (rituelles Bad) regelmäßig
Unter denen, die sich als „nicht religiös" definieren, meinen 39 Prozent, dass es für sie
wichtig wäre, den Schabbat in irgendeiner Form zu halten und 20 Prozent essen kein
Chamez zu Pessach. Die Meinungsforscher resümieren: Die israelische Gesellschaft
zeigt eine starke traditionelle Tendenz und man soll Voraussagen einer schnellen Polarisation misstrauen.
Quelle: „ Information Juive ", Januar 1994
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