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Was ist noch schlimmer als Leid? Gleichgültigkeit! Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit, das Gegenteil von Leben nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit. Gleichgültigkeit
gegenüber der Angst des anderen ist verbrecherisch, da sie dessen Angst weiter verÂstärkt. In Zeiten der Gefahr, in extremen SituatiÂonen nutzt die Neutralität nur den Mördern, nicht den Opfern.
Nicht gegen die Gleichgültigkeit zu protestieren, das ist die erste Unterlassungssünde. Die zweite wird folgen: Du wirst zum Mittäter! Was ist Gleichgültigkeit anders als Blindheit in höchster Potenz? Wer ihr Gefangener ist, hat keiÂnen Blick mehr für die äußere Welt, auch keinen für die innere Welt. Er sieht gar nichts mehr! So ist die Gleichgültigkeit nicht nur Sünde, nicht mehr nur Sünde. Sie ist auch Strafe. Der Gleichgültige: In Wirklichkeit ist er tot - er weiß es nur nicht.
von Elie Wiesel
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Das christlich-jüdische Gespräch
Diese Seiten sind einem Verhältnis gewidmet. Sie beschäftigen sich nicht direkt mit dem Christentum oder dem Judentum, sondern mit der Entwicklung eines neuen Verständnisses zwischen beiden Gemeinschaften nach
einer langen feindseligen Geschichte. In vielen Städten der Welt reden Juden und Christen miteinander, und zwar nicht nur Gelehrte, sondern auch einfache Mitglieder von Synagogen und Kirchen, die
gemeinsam einen tief verwurzelten christlichen Antijudaismus überwinden und voneinander lernen wollen. Das christlich-jüdische Gespräch hat Christen befähigt, das Judentum kennenzulernen, das Jude-Sein Jesu und
der Apostel und den jüdischen Hintergrund des Neuen Testaments besser zu würdigen. Juden haben ihrerseits versucht, das Christentum m Licht ihrer eigenen prophetischen Tradition neu zu verstehen.
Ein erneuertes jüdisch-christliches Verhältnis ist nur ein kleiner Beitrag zum Frieden unter den Religionen der Welt. Aber er ist sehr wichtig, denn er kann Christen und Juden befähigen, gemeinsam ein besseres Verhältnis zu anderen Religionen in unseren pluralistischen Gesellschaften zu finden und damit ein Beispiel zu geben.
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Die Gesellschaft Limburg
Die Gesellschaft für Christlich- Jüdische ZusamÂmenarbeit Limburg e.V. wurde am 29. April 1992 gegründet. Schon seit 1989 gab es Bestrebungen, eine christÂlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft zu gründen,
besonders nach dem ersten Besuch ehemaliger jüdischer Mitbürger Limburgs in ihrer Heimatstadt.Im Frühjahr 1991 nahm die ACK, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Limburgs, diesen Gedanken auf.
Eine Arbeitsgruppe bildete sich und forcierte die Gründung einer Gesellschaft.Inzwischen hat
die Gesellschaft Limburg schon 140 Mitglieder, darunter die Städte Limburg und Hadamar, die Verbandsgemeinde Diez, die Evangelischen Dekanate Runkel und Diez sowie die evangelische Kirchengemeinde Limburg. In der
Bundesrepublik Deutschland gibt es zur Zeit 80 Gesellschaften für Christlich- Jüdische ZusamÂmenarbeit, davon 14 in Hessen, die in einem DachÂverband, dem Deutschen Koordinierungsrat, zusamÂmengeschlossen
sind.Schirmherr ist der Bundespräsident.Der Koordinierungsrat wiederum gehört mit 20 anderen nationalen Verbänden zum „International Council of Christians und Jews" mit Sitz im Martin-Buber-Haus in
Heppenheim an der Bergstraße.Seit 1951 feiern alle Gesellschaften die „Woche der Brüderlichkeit" jeweils im März eines jeden Jahres unter einem bestimmten Jahresthema, und seit 1968 wird zu diesem Anlass
die „Buber-Rosenzweig-Medaille" verliehen.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Limburg e.V.
Rheinbergstr. 49
65594 Runkel - Steeden
Tel : 06482 / 4828 , Fax : 06482/949267, e-mail : cjzlimburg@gmx.de
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Liebe Mitglieder, Freunde, an unserer Arbeit interessierte
den Nahost-Konflikt und die Verstrickung Israels, wo von 14 Millionen Juden in aller Welt fünf Millionen leben, können wir nicht lösen.
Wir engagieren uns aber seit 15 Jahren in Limburg so, wie Bischof Kamphaus es in seinem Grußwort vom 14. Dezember 2001 zum Ausdruck gebracht hat. weiter
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Beitrittserklärung
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Der Bischof von
Limburg
14.Dezember 2001
Liebe Mitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, herzlich gratuliere ich Ihnen zum 10-jährigen Bestehen. Christen stehen von Gott her in einer
einzigartigen Verbindung zu den Juden. Unsere Heiligen Schriften enthalten die jüdische Bibel als ihren ersten großen Teil. So hören wir auf das gleiche Wort Gottes und kommen
aus dem gleichen Ursprung. weiter
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